Es ist jetzt knappe 2 Wochen her, wo ich Herrn Langemeyer freundlich darum gebeten habe in Erwägung zu ziehen, die diesjährige Loveparade nach Dortmund zu bringen, da diese leider nicht mehr in Berlin statt finden kann. Da ich seitdem weder eine Bestätigungsmail über den Erhalt, geschweige denn eine Antwort bekommen habe, veröffentliche ich nun das E-Mail schreiben in diesem Weblog, in der Hoffnung dadurch ein wenig mehr Aufmerksamkeit erregen zu können. Habe durch Dritte gehört das im Lokalradio 91,2 die Rede gewesen sein soll, das die Stadt ohnehin darüber nachdenkt. Angeblich.
Hier die Mail:
Sehr geehrter Herr Langemeyer,
ich bin seit meiner Geburt vor 22 Jahren ein (zumeist) sehr zufriedener Bürger der Stadt Dortmund und befürworte Projekte wie dem Bahnhofsausbau, dem Phönix-See oder dem Ausbau des Flughafens unter gewissen Voraussetzungen, da ich mich zu meiner Heimat sehr verbunden fühle, und der Meinung bin das in Dortmund mehr Potential steckt um gemeinhin nur als „die kleine Stadt im Ruhrgebiet“ gesehen und mit Fußball und Industrie verbunden zu werden.
Nun las ich gestern auf der offiziellen Seite zur Loveparade 2007 (www.loveparade.net), dass das Land Berlin der Veranstaltung nicht zugestimmt hat, und die Veranstalter dringend nach einer Ausweichstadt in Europa suchen. Hierbei dachte ich, wäre es sicherlich ein wenig verrückt, aber dennoch durchaus Realistisch und eine super Gelegenheit für eine Stadt wie Dortmund, eine seit Jahren, unter jungen Leuten hoch angesehene Veranstaltung, mit zeitweise über einer Million Besucher, als sich fast selbsttragende Imagewerbung zu benutzen. Sofern man den Veranstaltern glauben schenken darf, so ist die Finanzierung durch zahlreiche alte und neue Sponsoren und Partner bereits gesichert, die Produktion und Planung steckt in den Startlöchern bzw. ist abgeschlossen.
Sicherlich mag es immer Gründe geben, die dagegen sprechen, wie zum Beispiel die berüchtigte Verunreinigung der Umgebung (in Berlin speziell beim Tiergarten), was bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung wohl jedoch nicht ausbleibt. Dennoch hat sich die Loveparade als Veranstaltung mit positivem Charakter über die Jahre etabliert und wird allgemein, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus, mit guter Laune und fröhlichem Miteinander verbunden, was man auch daran sehen kann, dass es dort eine „fast unglaublich geringe Zahlen an Festnahmen und Verletzten“ gibt (Zitat: Wikipedia.de).
Auch besitzt Dortmund als Lokalität mit dem Wallring vermutlich den perfekten Veranstaltungsort für den Loveparade-Zug. Daher denke, dass Dortmund, als Stadt die sich längst bewiesen hat wenn es um die Organisation und Durchführung von Großveranstaltungen geht (Fußball WM, BVB-Meisterfeiern, etc.), die Chance wahrnehmen und sich mit den Veranstaltern der Loveparade in Verbindung setzen sollte, um den jüngeren Bürgern der Stadt, zu denen auch ich gehöre, eine Veranstaltung bieten zu können, an die es sich die nächsten Jahre vermutlich einfacher nicht drankommen lässt.
Genauere Gründe zur Verweigerung des Landes Berlin lassen sich, damit Sie sich ein besseres Bild von der Situation machen können, sicherlich bei den Veranstaltern erfragen, aber auch mit Hilfe der Dortmunder Bundestagsabgeordneten Herr Bülow und Frau Burchardt, welche ja im Prinzip vor Ort in Berlin fast „an der Quelle“ sitzen, lassen sich bestimmt die Ursachen für die Absage durch die Berliner Politik ergründen.
Ich als Bürger Ihrer Stadt würde Sie daher herzlichst darum bitten, der immer noch zahlreich vorhandenen Bevölkerung der unter 30-jährigen einen Bärendienst zu erweisen und über eine Bemühung zur Ausrichtung der Loveparade 2007 einmal nachzudenken. Ich bin mir sicher Ihr Ansehen als guter Bürgermeister würde unter jungen Leuten rapide steigen, auch in der Bevölkerung im mittleren oder hohen Alter würde die Ausrichtung ihr mittlerweile hohes Ansehen mitnichten schmälern.
Über eine schnelle Handlung und/oder eine Rückmeldung von Ihnen zu dem Thema würde ich mich sehr freuen!
Manuel Bieh
Tags: Dr. Gerhard Langemeyer, Loveparade