Künast schwingt die Populismuskeule

Freitag, 23. Januar 2009 – 12:02 Uhr

Politiker werden von der Allgemeinheit gemeinhin oft als inkompetent wahrgenommen, doch einige von ihnen sind dazu noch peinlich. Renate Künast von den Grünen ist eine davon. Nun hat sie es auch noch nötig die alte Leier auszupacken und auf den Populismus-Zug aufzuspringen:

Spiegel Online: Tun die Grünen mit ihrem Mannöver über die Länder Herrn Westerwelle nicht einen Gefallen?
Künast: Nun, fallen Sie mal nicht auf die PR-Strategie der Partei der Besserverdiener rein.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,602843,00.html

Kurze Nachhilfe für Frau Künast: die „Partei der Besserverdiener“ behauptete erstmals von sich, dies zu sein, im Bundestagswahlkampf 1994. Damals sagte der damalige Generalsekretär der FDP, Werner Hoyer, den prägenden Satz:

„Wir sind die Partei der Besserverdiener, weil wir wollen, dass alle besser verdienen

Dieser wird seitdem von den Medien nur noch unvollständig und Sinn entstellend wiedergegeben. Aber so ist das, wenn man selbst keine Inhalte liefert bzw. sich niemand für diese interessiert, muss man eben versuchen den politischen Gegner schlecht zu reden.

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Wer selbst keine Argumente hat …

Freitag, 16. Januar 2009 – 16:54 Uhr

Wenn du selbst keine Argumente hast, dann diffamiere deine Gegner wenigstens öffentlich und versuche sie so aussehen zu lassen, als hätten sie noch weniger Argumente. Dieses Motto scheint die SPD in Dortmund als Wahlkampfstrategie für die Kommunalwahlen dieses Jahr ausgegeben zu haben:

http://spd-fraktion-dortmund.de/v2/rss/rssausgabe.php?idnews=434

Ich wollte ja längst aufgehört haben, mich über die SPD oder auch über die anderen Parteien auszulassen, aber die lassen einem manchmal einfach gar keine andere Gelegenheit …

Schön, wenn sich die Kandidaten der beiden Parteien noch letzte Woche auf einen fairen Wahlkampf geeinigt haben:

Bereits am Dienstag haben sich Pohlmann und der OB-Kandidat der SPD, Stadtdirektor Ullrich Sierau, zu einem einstündigen Vier-Augen Gespräch getroffen und über einen fairen Wahlkampf verständigt.

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dolo/Dortmund;art930,449834

Aber das die SPD am Abend nicht mehr weiß, was sie am Morgen gesagt und versprochen hat, ist ja spätestens seit Hessen kein Geheimnis mehr.

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Plagiate im Web 2.0

Mittwoch, 14. Januar 2009 – 11:18 Uhr

Wahre Worte veröffentlicht der SPD-Spitzenkandidat in Hessen, Thorsten Schäfer-Gümbel bei seinem Twitter-Account:
tsghessen.jpg

Ich weiß nicht ob das eine Selbst-Persiflage sein soll, da die SPD ja gerade auf Kotz und Brech probiert die Web 2.0 Strategie von Obama abzukupfern. Schäfer-Gümbels Wort in Gottes Ohr: „meist schlechter als das original[sic!]“ - trifft in diesem Fall durchaus zu: schlechter als das Original.

In diesem Sinne: frohes (verspätetes) neues Jahr euch allen!

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