Deutschland verliert sein Standbein
Samstag, 02. Februar 2008 – 11:10 Uhr
Beängstigender, aber absolut wahrer Text im Cicero-Magazin gefunden gerade (danke Manuel!). Handelt von der Abwanderung immer mehr Fachkräfte aus dem Mittelstand und spiegelt meine Meinung so ziemlich genau wieder. Mehr und mehr ausgebildete Fachkräfte und junge Akademiker gehen ins Ausland, weil sie hier in Deutschland nichts mehr hält. Die Politik machts möglich:
Während wir endlos über die Extreme von oben (Topmanager und deren Gier) und unten (Mindestlohn-Empfänger und gewalttätige Migrationsjugendliche) diskutieren, vollzieht sich ein Bruch der Gesellschaft in der Mitte. Man erörtert über Jahre, wie man den Wohlstandskuchen noch ein bisschen gerechter verteilen könnte, doch unterdessen flüchten diejenigen aus der Küche, die den Kuchen backen sollen. Unser Problem sind nicht 100 maßlose Manager oder 100000 türkische Familien in vermeintlicher Armut. Es sind die Millionen der Mittelschicht, die die Gesellschaft tragen, sich aber von ihr zusehends weniger getragen fühlen. Sie zahlen immer höhere Abgaben, erleben Wohlstandsverluste, werden bevormundet, müssen ihre Kinder in schlechte Schulen schicken und werden dem Wettbewerbsdruck der Globalisierung mit viel weniger Schutz ausgesetzt als die ganz unten und ganz oben.
http://www.cicero.de/259.php?kol_id=10532
Kann ich so voll und ganz unterschreiben. Und das ist gleich doppelt besorgniserregend, da dadurch sicherlich der ein oder andere auch das vollständige Interesse an diesem Land verliert und so auch sein Wahlrecht nicht mehr wahrnimmt. Dadurch gewinnen die Kommunisten durch geringere Wahlbeteiligung immer mehr Anteile, wodurch sich diese Situation sicherlich nicht mehr so schnell ändern wird. Zum Kotzen!
Die Regierung sollte endlich aufwachen und realitätsnahe Politik machen, insbesondere die SPD. Gerade bei denen kommt es mir so vor, als wäre deren Handeln während der gesamten Legislaturperiode darauf ausgerichtet, nach den 4 Jahren kurzfristige Erfolge vorweisen zu können, um wiedergewählt zu werden. Langfristige Ergebnispolitik? Fehlanzeige! Hauptsache immer schön linke Parolen übernehmen um der Linkspartei den Wind aus den Segeln zu nehmen. Klappt nur nicht.
Ganz besonders deutlich macht das meiner Meinung nach dieses Zitat von Finanzminister Peer Steinbrück:
Mindestlohn als dauerhafter Wahlkampfschlager? Nicht für die SPD, mahnt Parteivize Steinbrück. Das Thema soziale Gerechtigkeit sei “nicht hinreichend für Wahlsiege”
Die Versprechen den Leuten jetzt wieder das blaue vom Himmel und am Ende wird sowieso nichts davon umgesetzt oder es kommt alles ganz anders. Ich erinnere nur an die Erhöhung der Mehrwertsteuer 2007. Wo nach SPD-Rechnung 2 + 0 = 3 waren. Das ist, wenn man mich fragt, purer Populismus den Kurt Beck und Co. da gerade machen. Und Wolfgang Clement hat, Atomlobby hin oder her, nicht umsonst davon abgeraten Andrea Ypsilanti in Hessen zu wählen. Diese SPD hat einfach keinen klaren erkennbaren Kurs und arbeitet darauf hin die ungerechte Umverteilung in diesem Land zu perfektionieren!
Zur PDS/SED/Die Linke spare ich mir jetzt jeglichen Kommentar. Da wüsst ich nicht wo ich da anfangen sollte.
Tags: Andrea Ypsilanti, Die Linke, Kurt Beck, PDS, Peer Steinbrück, SED, SPD, Wolfgang Clement







